Neuer Ermittlungs-Durchbruch! Behörden setzen nach brisanten Vorwürfen gegen Ulmen erneut an
Neuer Ermittlungs-Durchbruch! Behörden setzen nach brisanten Vorwürfen gegen Ulmen erneut an

Die schweren Vorwürfe von Moderatorin Collien Fernandes (44) gegen ihren langjährigen Ehemann, den Schauspieler Christian Ulmen (50), bewegen Millionen Menschen im Land. Tausende sind deshalb am Sonntag gegen Gewalt an Frauen auf die Straße gegangen. Fernandes spricht auf der „Spiegel“-Titelseite von „virtueller Vergewaltigung“. Es geht um angeblich von Ulmen erstellte Fake-Profile in ihrem Namen, um gefälschte pornografische Aufnahmen sowie um Vorwürfe körperlicher und psychischer Gewalt. Ulmens Anwalt teilte mit, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet würden. Nun kommt der Fall in Deutschland juristisch ins Rollen. Wie BILD erfuhr, soll auch hierzulande wieder ermittelt werden, nicht nur in Spanien.Fernandes hatte gegen Ulmen auf Mallorca, wo sie gemeinsam lebten, eine Anzeige gestellt. Die dortigen Behörden haben am 2. Dezember 2025 ein Vorermittlungsverfahren bestätigt. In Deutschland hingegen war ein Ermittlungsverfahren vorerst eingestellt worden. Warum? Aus Nachlässigkeit der Behörden? Offenbar lag es daran nicht!
Schriftlich äußerte sich Collien Fernandes bei Instagram zu ihren VorwürfenFoto: Instagram/collien_ulmenDie bekannte ARD-Journalistin Iris Sayram hatte bereits am Montagabend bei X geschrieben: „Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft in Itzehoe sei dort eine Anzeige der Geschädigten bearbeitet worden. Es seien weitere Unterlagen erbeten worden. Das sei unterblieben. Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren vorläufig eingestellt, weil es keine Ermittlungsansätze gegeben habe. An fehlenden Gesetzen scheint das nicht gelegen zu haben.“ Und auch die „Schwäbische Zeitung“ schreibt, die Ermittlungen seien vorerst eingestellt worden, weil die Geschädigte „keine weiteren Hinweise zulieferte“. Diese Darstellung bestätigen nun BILD-Recherchen.Collien Fernandes erstattete 2024 AnzeigeEs geht um die Ermittlungen, die zunächst in Berlin begannen. Die Anzeige von Collien Fernandes ging dort in den letzten Novembertagen 2024 bei derPolizeiein. Im Zuge dessen übergab Fernandes damals auch erste Unterlagen an die Berliner Polizei, genauer gesagt an das Landeskriminalamt (LKA211).Weihnachten 2024, so erzählt es Fernandes laut „Spiegel“, habe Ulmen ihr dann gestanden, derjenige zu sein, der hinter dem Identitätsdiebstahl stehe. „Ich war das.“ Noch im Januar 2025 gab die Berliner Behörde dann das Verfahren „gegen Unbekannt“ wegen des Verdachts des „Ausspähens von Daten“ (§202a StGB) nachSchleswig-Holsteinab. Der Grund: Collien Fernandes verfügt über einen Wohnsitz knapp jenseits der StadtgrenzeHamburgs, im Bereich der Behörden mit Sitz in Itzehoe. Peter Müller-Rakow, Oberstaatsanwalt in Itzehoe, bestätigt: „Der Anzeigenden sind die Vorgänge innerhalb unseres Zuständigkeitsbereichs bekannt geworden.“
Blieb ihre Mithilfe aus? Collien widersprichtIm Februar 2025 übernahm also die dortige Staatsanwaltschaft mit der Kriminalpolizei in Pinneberg. Im Mai 2025, so stellt es die Anklagebehörde dar, kontaktierten Kripo-Ermittler die Geschädigte schriftlich und mit der Bitte um Mithilfe. Die Behörde forderte zusätzliche Unterlagen an, um den Fall weiter voranzubringen.Doch nach Auskunft der Behörde blieb die weitere Mithilfe der Geschädigten nun aus. Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow erklärt: „Für uns reichte das in Berlin von der mutmaßlichen Geschädigten nicht aus, deswegen haben wir die Kriminalpolizei beauftragt, weitere Unterlagen anzufordern. Eine Antwort hierauf erfolgte jedoch nicht.“
Collien Fernandessagt auf BILD-Anfrage: „Das stimmt nicht!“ Es habe sich „nie jemand von der Polizeibehörde Schleswig-Holstein mit mir in Verbindung gesetzt“. Collien betont, sie habe, als der Vorgang noch in Berlin lag, proaktiv nach dem Verfahrensstand gefragt, und die Berliner Kripo habe sie dann nach Schleswig-Holstein verwiesen.Neue Ermittlungen nach MedienberichtDie Konsequenz folgte am 23. Juni 2025: Einstellung des Verfahrens, keine ausreichenden Ermittlungsansätze – und kein identifizierbarer Täter! Damit lag der Fall in Deutschland erst mal bei den Akten: bis Donnerstag, bis zum Bericht des „Spiegel“ über die schweren Vorwürfe der Moderatorin.Dieser bringt nun, nach BILD-Informationen, die Ermittlungen auch in Deutschland wieder in Gang. Die Wiederaufnahme sei folgerichtig und nur noch eine Frage der Zeit, so erfuhr BILD. Die neuen Ermittlungen würden, sobald sie wiederaufgenommen würden, dann von Itzehoe aus geführt.
Nach BILD-Informationen haben sich inzwischen anwaltliche Vertreter der Moderatorin gemeldet, um Akteneinsicht zu erhalten. „Dies ist derzeit in Bearbeitung“, sagte Müller-Rakow auf Anfrage. Und die Staatsanwaltschaft stellt klar: Das Verfahren kann jederzeit wieder aufgenommen und um weitere Tatvorwürfe erweitert werden – auch vonseiten der Staatsanwaltschaft.Wie BILD aus der Kieler Staatskanzlei erfuhr, werde derzeit auch geprüft, ob und wie ein zügig eingeführtes Gesetz gegen „Deepfakes“ wieder aufzurollende Ermittlungen im Fall Fernandes beeinflussen könnte.




