Schock nach 16 Jahren: Orbán verliert die Macht – globale Reaktionen auf Magyars Wahlsieg
Schock nach 16 Jahren: Orbán verliert die Macht – globale Reaktionen auf Magyars Wahlsieg

Budapest –16 Jahre Orbán-Regierung in Ungarn gehen zu Ende – und die Welt reagiert. Nach dem historischen Wahlsieg von Herausforderer Péter Magyar (45) gratulieren Staatschefs und Regierungen dem Bald-Ministerpräsidenten.BundeskanzlerFriedrich Merz(70) schrieb am Sonntagabend bei X:. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa“, schrieb Merz am Sonntagabend im Onlinedienst X.Wadephul lobt WahlbeteiligungAuch Außenminister Johann Wadephul (63) begrüßte denSieg der Oppositionund die Niederlage des bisherigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán (62). „Die Menschen inUngarnhaben gewählt. Sie haben sich für den politischen Wandel entschieden“, schrieb Wadephul auf X. „Ich hoffe, dass das Land jetzt wieder seine großen Chancen in und mit Europa nutzt.“ Wie wichtig den Menschen in dem EU-Staat ihre hart errungene Demokratie sei, zeige die beeindruckend hohe Wahlbeteiligung. Sie lag deutlich höher als bei der vergangenen Wahl.Macron: „Souveränes Europa vorantreiben“Frankreichs PräsidentEmmanuel Macron (48)rief nach der Wahl dazu auf, gemeinsam an einem souveräneren Europa zu arbeiten. Er habe Oppositionsführer Magyar angerufen, um ihm zu gratulieren, schrieb Macron auf X. Frankreich begrüße den Sieg der demokratischen Teilhabe. Macron schrieb auch von einem Sieg für Ungarn in Europa und dass das ungarische Volk an den Werten der Europäischen Union festhalte. Er ergänzte: „Lasst uns gemeinsam ein souveräneres Europa vorantreiben – für die Sicherheit unseres Kontinents, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Demokratie.“
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich zur Schicksalswahl in UngarnFrankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot kommentierte: „Das ungarische Volk hat entschieden, einen Schlussstrich unter eine Macht zu ziehen, die sich zulasten der europäischen Souveränität in der Zerschlagung des Rechtsstaates und von Grundfreiheiten, Desinformation und Absprachen mitRusslandverirrt hat.“Meloni dankt „Freund“ OrbánEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich angesichts des sich abzeichnenden Wahlsiegs Magyars erleichtert. „Ungarn hat Europa gewählt“, schrieb sie bei X. „Ein Land findet zurück auf seinen europäischen Weg.“ Europa habe sich immer für Ungarn entschieden, schrieb sie weiter. „Die Union wird stärker.“
Auch Ursula von der Leyen (67) äußerte sich zu Magyars WahlsiegGroßbritanniensPremierminister Keir Starmer sieht den Wahlsieg des bisherigen Oppositionsführers Magyar als historisch für die Demokratie in Europa an. „Das ist ein historischer Moment, nicht nur für Ungarn, sondern für die europäische Demokratie“, teilte Starmer in einem X-Beitrag mit. Er freue sich darauf, mit Magyar „für die Sicherheit und den Wohlstand unserer beiden Länder zu arbeiten“.Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gratulierte Magyar zu seinem Wahlsieg. Die italienische Regierung wünsche ihm viel Erfolg bei der Arbeit, schrieb die rechte Regierungschefin bei X. Sie bedankte sich in dem Post aber auch bei ihrem „Freund“ Viktor Orbán für die intensive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre.Selenskyj will Zusammenarbeit vertiefenDer ukrainische PräsidentWolodymyr Selenskyjsprach von einem „überwältigenden Sieg“ bei der Parlamentswahl. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schrieb Selenskyj am späten Abend bei X. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.




