Uwe & Iris Abel: Jetzt sprechen sie über die Trennung

Endlich ein paar Tage Auszeit, Sonne und Zeit zu zweit: Bauer Uwe, 56, und seine Partnerin Iris, 58, genießen derzeit entspannte Tage an der Lübecker Bucht. Das Kultpaar, das durch die RTL-Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ bekannt wurde, nutzte die Gelegenheit für ein persönliches Interview und sprach dabei offen über seine ungewöhnliche Beziehung.
Während bei vielen Paaren aus vergangenen Staffeln die Liebe nach dem Ende der Dreharbeiten bereits wieder zerbrach, sind Uwe und Iris seit 2011 zusammen. Was ist ihr Geheimnis? Warum funktioniert ihre Beziehung bis heute, obwohl die beiden nach eigener Aussage in vielen Dingen völlig unterschiedlich sind?
Für Iris liegt ein wichtiger Grund darin, dass sie und Uwe bereits etwas älter waren, als sie sich kennenlernten. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt die 40 bereits überschritten und dadurch viel Lebenserfahrung gesammelt.
„Da hast du Erfahrungen gesammelt und weißt, was du willst und was nicht“, erklärte Iris. Beide hätten von Anfang an nach einer Liebe fürs Leben gesucht. Es sei ihnen nicht darum gegangen, möglichst schnell bekannt zu werden oder im Rampenlicht zu stehen.
Auch Uwe nahm die Situation mit Humor und verglich ihre Beziehung passend zur Fußball-Weltmeisterschaft mit einem sportlichen Spiel: Sie hätten einfach etwas mehr „Torschuss“ gehabt.
Doch trotz aller Harmonie ist bei dem Paar offenbar keineswegs immer alles rosarot. Iris brachte es mit einer humorvollen, aber ehrlichen Aussage auf den Punkt: Man müsse sich auch „ertragen können“. Selbst wenn Uwe sie manchmal ärgere, liebe sie ihn trotzdem.
Besonders überraschend ist dabei, wie häufig das Thema Trennung bei den beiden offenbar schon einmal scherzhaft zur Sprache kam. Wenn Iris beispielsweise sage, sie wolle sich scheiden lassen, wisse sie gleichzeitig ganz genau, dass sie eigentlich nur Uwe wolle.
Die beiden haben allerdings auch gelernt, dass ihre Beziehung nicht in allen Lebensbereichen funktioniert. Ein besonders großes Problem war die gemeinsame Arbeit.
Als Uwe und Iris gemeinsam im Hofcafé Dötlingen arbeiteten, kam es offenbar regelmäßig zu Spannungen. Nach eigener Aussage konnten die beiden beruflich einfach nicht gut zusammenarbeiten. Schließlich zogen sie die Konsequenzen und trennten ihre beruflichen Wege.
Uwe wurde Bäcker, während Iris wieder in einem Büro in Oldenburg arbeitete. Diese Entscheidung habe der Beziehung letztlich geholfen. Denn während sie im Alltag als Paar gut funktionierten, standen sie sich bei der gemeinsamen Arbeit eher im Weg.
Privat sind die beiden ebenfalls in vielen Bereichen völlig unterschiedlicher Meinung. „Feuer und Wasser“ – so lässt sich ihre Dynamik wohl am besten beschreiben. Doch genau darin sehen Uwe und Iris offenbar kein unüberwindbares Problem.
Denn wenn es wirklich darauf ankommt, ziehen sie an einem Strang.
Für das Paar liegt darin eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine dauerhafte Beziehung: Nicht bei jeder Schwierigkeit davonzulaufen, sondern gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.
„Die Kunst ist, einen Weg zu finden und nicht wegzulaufen, wenn es kompliziert wird“, lautet ihre Einstellung. Entscheidend sei dabei, dass die Grundlage der Beziehung stimme.
Auch die Frage, ob es bei ihnen Liebe auf den ersten Blick gewesen sei, beantworten die beiden überraschend nüchtern. Ihre Liebe habe sich vielmehr langsam entwickelt.
Zunächst fanden sie sich sympathisch. Danach lernten sie sich immer besser kennen. Während der Hofwoche hatten sie zunächst nur begrenzte Zeit miteinander verbracht. Später sahen sie sich vor allem an den Wochenenden.
Doch gerade diese kurze gemeinsame Zeit konnte trügerisch sein. Denn an den Wochenenden sei natürlich vieles einfacher und romantischer. Im Alltag müsse sich dagegen erst zeigen, ob zwei Menschen tatsächlich miteinander harmonieren.
Die entscheidende Bewährungsprobe kam schließlich während einer zweiwöchigen gemeinsamen „Testphase“. Und genau diese verlief für Uwe und Iris offenbar erfolgreich.
Seitdem haben sie sich immer wieder gemeinsam durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens gekämpft.
Dabei spielt für beide auch ihre Generation eine Rolle. Beständigkeit und Verlässlichkeit seien ihnen besonders wichtig. Sie wollten nicht bei der ersten Schwierigkeit die Beziehung aufgeben und zum nächsten Partner weiterziehen.
Stattdessen wissen sie, was sie aneinander haben – und sind bereit, dafür zu kämpfen.
Genau darin sehen Uwe und Iris offenbar das eigentliche Geheimnis ihres langjährigen Glücks. Ihre Beziehung ist keineswegs konfliktfrei. Im Gegenteil: Sie streiten, haben unterschiedliche Ansichten und wissen, dass sie beruflich besser getrennte Wege gehen.
Doch trotz aller Unterschiede bleibt die gemeinsame Basis bestehen.
Für Uwe und Iris ist ihre Beziehung deshalb das Wertvollste, was sie haben. Und genau dafür müsse man etwas tun.
Denn eine Erkenntnis begleitet ihre Liebesgeschichte bis heute: Dauerglück bekommt niemand geschenkt.
Vielleicht ist es gerade diese ehrliche Einstellung, die Uwe und Iris von vielen anderen Paaren unterscheidet. Sie behaupten nicht, dass eine lange Beziehung immer einfach ist. Sie zeigen vielmehr, dass Liebe auch bedeutet, Unterschiede auszuhalten, Kompromisse zu finden und gemeinsam weiterzumachen, wenn es schwierig wird.
Und so genießen die beiden nun ihre gemeinsame Auszeit an der Lübecker Bucht – als Paar, das seit vielen Jahren bewiesen hat, dass eine Beziehung nicht perfekt sein muss, um dauerhaft glücklich zu sein.




