Ukraine-Krieg: Selenskyj ordnet spezielle Einsätze gegen russische Rüstungsindustrie an

Ukraine-Krieg: Selenskyj ordnet spezielle Einsätze gegen russische Rüstungsindustrie an

Ukraine – Nach Bild-Informationen wurde ein Frachter am Mittwoch rund 21 Seemeilen von der ukrainischen Stadt Odessa entfernt von mehreren russischen Drohnen getroffen.

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, weitere 15 wurden verletzt.
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, weitere 15 wurden verletzt.  © Jane Barlow / POOL / AFP

Kurz darauf sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, was den Ausfall mehrerer technischer Systeme zur Folge gehabt habe. Die Crew sei evakuiert worden.

Bei Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der Behörden derweil mindestens drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden.

Zwei Frauen und ein Mann seien in der Stadt Balaklia in der nordöstlichen Region Charkiw in der Nacht zu Donnerstag getötet worden.

In Sumy ebenfalls im Nordosten der Ukraine wurden nach Angaben der Behörden 13 Menschen bei einem Angriff der russischen Armee verletzt. In der Region Dnipropetrowsk im Südosten wurden bei einem Angriff zwei Menschen verletzt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

6. August, 22.11 Uhr: Ukrainer haben wenig Vertrauen in Selenskyj

Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj (53) ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden.

Auf den Plätzen unmittelbar dahinter landeten der erst vor kurzem entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) sowie der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdy (50). Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) landete in der Umfrage des sozialen Umfrageinstituts Sozis nur auf dem sechsten Rang, noch hinter dem neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj (43) und dem Leiter seiner Präsidialkanzlei, Kyryllo Budanow (40).

Die repräsentative Umfrage unter 2000 Ukrainern wurde nach Angaben von “Sozis” zwischen dem 28. Juli und 2. August durchgeführt.

Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj (53) ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden.
Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj (53) ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden.  © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa

6. August, 19.09 Uhr: Selenskyj ordnet spezielle Einsätze gegen russische Rüstungsindustrie an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei einer Sitzung der militärischen und politischen Führung seines Landes spezielle Einsätze gegen Russlands Rüstungsindustrie angeordnet. Dabei gehe es um “bestimmte Unternehmen, die wir bereits identifiziert haben”, teilte Selenskyj auf Facebook mit. Alle Anwesenden bei der Sitzung hätten klare Aufgaben erhalten. “Ich erwarte, dass sie vollständig erfüllt werden.” Russlands Militärindustrie müsse “spürbar eingeschränkt” werden.

Details zu den bevorstehenden Einsätzen nannte Selenskyj nicht. Er beklagte, dass Moskau weiterhin Unterstützung sowie wichtige Komponenten für seine Kriegsführung aus dem Ausland erhalte. “Wir sehen, dass jede russische Rakete, jede Drohne und andere Waffen kritische Komponenten aus anderen Ländern enthalten, ohne die solche Waffen einfach nicht existieren könnten.”

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will die Russen härter treffen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will die Russen härter treffen.  © Niall Carson/PA Wire/dpa

6. August, 15.56 Uhr: Selenskyj sieht Fortschritte bei eigenem Raketenabwehrsystem

Die Ukraine macht nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) Fortschritte bei der Entwicklung ihres eigenen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen. “Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben”, teilte Selenskyj nach einem Treffen mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten bei Telegram mit. “Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird”, sagte er.

Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlten. Er hat die Verbündeten wiederholt aufgefordert, eigene Bestände freizugeben. Parallel entwickelt das Land ein eigenes Abwehrsystem.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hofft auf das eigene Luftabwehrsystem der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hofft auf das eigene Luftabwehrsystem der Ukraine.  © Michael Kappeler/dpa

6. August, 15.49 Uhr: Tote und Verletzte in der Ostukraine

Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens acht Menschen getötet worden.

Mindestens drei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilte der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro.

Die Angriffe der Russen nehmen kein Ende. (Archivbild)
Die Angriffe der Russen nehmen kein Ende. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

6. August, 13.23 Uhr: Ukraine greift Ölanlagen im russischen Landesinneren an – mehrere Tote bei russischen Angriffen

Die ukrainische Armee hat erneut russische Ölanlagen hunderte Kilometer von der Front entfernt angegriffen. Raffinerien in den Regionen Baschkortostan und Jaroslawl seien getroffen worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag. Die russische Armee fing nach offiziellen Angaben mehr als 600 Drohnen ab. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden mindestens fünf Menschen getötet.

Die von der ukrainischen Armee getroffenen Raffinerien in den russischen Regionen Baschkortostan und Jaroslawl liegen rund 1300 und 700 Kilometer von der Front entfernt. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Russland zuletzt verstärkt und dabei Raffinerien, Öldepots und Frachtschiffe auch tief im Landesinneren ins Visier genommen, darunter in Jaroslawl.

Die jüngsten ukrainischen Angriffe stärkten die Verhandlungsposition Kiews, erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Er fügte ein Video aus russischen Onlinediensten an, das schwarzen Rauch über einer Ölanlage zeigte. “Russland muss sich für den Frieden entscheiden”, forderte der ukrainische Präsident.

6. August, 12.56 Uhr: Raketenangriff zerstört Lager von Ulmer Firma in Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist auch ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen worden. Es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden, sagte Unternehmenssprecher Sina Ataei.

Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Das Team arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch.

Rauch steigt nach einem russischen Raketenangriff auf ein Lager der Ulmer Firma Liqui Moly auf. Das Unternehmen arbeitet daran, die Lieferketten schnell wiederherzustellen.
Rauch steigt nach einem russischen Raketenangriff auf ein Lager der Ulmer Firma Liqui Moly auf. Das Unternehmen arbeitet daran, die Lieferketten schnell wiederherzustellen.  © Handout / Berlin/Liqui Moly/dpa

6. August, 12.45 Uhr: Russische Drohnen sollen deutschen Frachter attackiert haben

Nach Bild-Informationen wurde ein Frachter am Mittwoch rund 21 Seemeilen von der ukrainischen Stadt Odessa entfernt von mehreren Drohnen getroffen.

Kurz darauf sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, was den Ausfall mehrerer technischer Systeme zur Folge gehabt habe. Die Crew sei evakuiert worden.

Der Massengutfrachter soll zwar unter der Flagge Liberias fahren, gehöre aber der deutschen Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg-Altona.

Ein deutsches Frachtschiff soll von russischen Drohnen getroffen worden sein. (Symbolbild)
Ein deutsches Frachtschiff soll von russischen Drohnen getroffen worden sein. (Symbolbild)  © Meysam Mirzadeh/Tasnim News Agency/AP/dpa

6. August, 8.27 Uhr: Russland schießt über Nacht 605 ukrainische Drohnen ab

Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 605 ukrainische Drohnen über russischem Staatsgebiet und der annektierten Krim abgeschossen.

“In der Nacht haben Luftabwehrsysteme 605 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört”, teilte das Ministerium in einer Erklärung mit.

Das Ministerium meldete unter anderem Angriffe in der Region Twer, rund 180 Kilometer nordwestlich von Moskau. Dort berichteten die örtlichen Behörden, dass ein Logistikzentrum des Online-Handelsriesen Wildberries beschädigt worden sei.

Der Gouverneur der Region, Witali Koroljow, erklärte, die Luftabwehr habe den ukrainischen Angriff abgewehrt.

“Durch herabfallende Trümmer einer der Drohnen wurde die Fassade des Logistikzentrums von Wildberries leicht beschädigt”, schrieb er auf Telegram. Verletzt worden sei niemand.

5. August, 20.25 Uhr: Putin ernennt neue Kommandeure für seinen Angriffskrieg

Russland will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich.

Kremlchef Wladimir Putin gab die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernannte Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. Künftig sollten alle diese Dienste im Hinterland “in einer Hand” liegen, sagte Putin nach Kremlangaben. Unter den aktuellen Bedingungen sei das eine “Kampfaufgabe”.

Der Präsident erklärte auch, dass Russland seine Streitkräfte ausgehend von den Kriegserfahrungen und Erfordernissen an der Front neu strukturiere.

Es handele sich um eine “Vervollkommnung der Strukturen des Verteidigungsministeriums”. Zuletzt hatte er auch die Sollstärke der russischen Streitkräfte um 25.000 auf 2,426 Millionen erhöht, darunter 1,535 Millionen Soldaten.

5. August, 18.31 Uhr: Ukraine evakuiert mehr als 500 Minderjährige

Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe werden 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt Kramatorsk in der Ostukraine nahe der Frontlinie zwangsweise evakuiert.

“Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen”, teilte der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung.

Es geht demnach um 59 Minderjährige aus der Ortschaft Krasnotorka, 140 aus der Ortschaft Bilenke und 326 aus Kramatorsk. Die Kinder stammen demnach aus 424 Familien.

Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.
Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

5. August, 16.28 Uhr: Toter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma

In Russland ist auf den Generaldirektor des Drohnenunternehmens Uraldronzavod, Wladimir Tkatschuk, bei einer Autoexplosion laut Behörden ein Mordanschlag verübt worden.

Tkatschuk sei schwer verletzt, aber in stabilem Zustand; sein Fahrer sei getötet worden, teilte der Telegram-Kanal des Unternehmers mit. Russische Staatsmedien meldeten nach Behördenangaben, dass die Ermittlungen zu dem am Dienstag begangenen Attentat liefen.

Das Auto sei in dem Ort Bolschoi Istok in der Nähe von Jekaterinburg in die Luft gegangen, berichteten Medien. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, dass der Sprengsatz unter dem Auto angebracht gewesen sein soll. Eine offizielle Mitteilung der Behörden gab es dazu nicht.

Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.
Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.  © Uncredited/AP/dpa

5. August, 15.37 Uhr: Behörden ermitteln gegen Ex-Vizeregierungschefin

Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40).

Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.

Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) begonnen.

Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.
Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.  © Helmut Fohringer/APA/dpa

5. August, 15.10 Uhr: Großer Drohnenangriff der Ukraine – Öl und Logistik als Ziel

Die Ukraine hat Russland in der Nacht zum Mittwoch mit großen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie getroffen.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 475 feindliche Drohnen abgefangen worden. Von Luftalarm betroffen waren demnach der Westen und das Zentrum des europäischen Russlands.

Die Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Die genannte Zahl lässt aber auf einen massiven ukrainischen Angriff schließen.

In Ufa in der Teilrepublik Baschkortostan, etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt, wurde nach Angaben russischer Telegramkanäle eine Raffinerie getroffen. Fotos zeigten eine hohe Rauchsäule über der Anlage von Baschneft-Novoil. Offiziell teilte Republikchef Radij Chabirow mit, dass Drohnentrümmer auf ein Industriegelände gefallen seien und einen Brand ausgelöst hätten.

5. August, 9.58 Uhr: Selenskyj – Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine “Leben retten können”

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen mit mindestens 17 Toten erneut über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung des Landes geklagt.

Solche Abwehrraketen hätten “die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden”, erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige der russischen Raketen aus der Nacht abschießen.

Russland hatte die Ukraine nach Angaben der Luftwaffe mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen wurden demnach abgefangen. Selenskyjs Angaben zufolge stieg die Zahl der getöteten Menschen am Mittwochmorgen auf 17. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Raum Kiew verletzt.

5. August, 8.27 Uhr: Zahl der Opfer nach russischen Angriff gestiegen

Durch einen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umland sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen getötet worden.

14 Zivilisten kamen im Kiewer Gebiet ums Leben, in der Hauptstadt war zunächst von einem Toten die Rede. Außerdem habe es Dutzende Verletzte gegeben.

In Kiew brachen mehrere große Brände aus, Lagerhäuser wurden zerstört und auch ein 20-stöckiges Wohnhaus wurde nach Medienberichten getroffen. Nach Informationen der ukrainischen Eisenbahn gab es mehrere Tote an einer Bahnstation in Browary, als eine Rakete ein Logistikzentrum in der Nähe traf.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe.

Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.
Die Folgen des russischen Angriffs sind verheerend.  © Dan Bashakov/AP/dpa

5. August, 6.02 Uhr: Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew – zwei Tote

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.

Dabei sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Zudem gab es erste Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten in der Nacht zum Mittwoch von mehreren heftigen Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt.

“Der Feind greift erneut gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur an”, erklärte die Militärverwaltung von Kiew im Onlinedienst Telegram. Eine Frau sei getötet und worden. Ein weiterer Mensch kam nach Angaben der Regionalbehörden westlich der Hauptstadt im Bezirk Butscha ums Leben.

Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.

Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.
Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen attackiert.  © EVGEN KOTENKO / AFP

4. August, 17.14 Uhr: Gemüsehändler attackiert – Selenskyj spricht von Drohnen-“Safari”

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Russland eine gezielte Jagd mit Drohnen auf Zivilisten in der Stadt Cherson vorgeworfen.

Anlass ist ein Video aus sozialen Netzwerken, das zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler angreift.

“Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-“Safari”, die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert”, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Er warf Russland vor, so etwas täglich zu tun.

Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Drohne sich einem Mann nähert, der an einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgebaut, Pappkisten stehen auf dem Boden. Zu sehen ist, wie der Mann nach einem Versteck sucht.

Die Drohne verfolgt ihn und explodiert schließlich neben ihm. Das Video erschien unter anderem bei einem Telegram-Kanal in Cherson, danach bei der örtlichen Polizei, wobei der eigentliche Ursprung unklar ist.

Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.
Keine ukrainische Stadt liegt so dicht an russischen Stellungen wie Cherson im Süden. Nun äußerte sich Wolodymyr Selenskyj (48) zum jüngsten Vorkommnis.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

4. August, 16.38 Uhr: Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen

Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.

Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X.

Dort hätten ihn zwei polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

“Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der Nato-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses”, schrieb Kosiniak-Kamysz weiter.

Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.

4. August, 15.51 Uhr: Türkei fordert nach Drohnenangriff mehr Sicherheit im Schwarzen Meer

Die Türkei hat die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu aufgerufen, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen.

Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit.

“Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht”, hieß es weiter.

Am Montagabend waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff “Nadeschda” mehrere Seeleute verletzt worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurde das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei getroffen.

4. August, 10.29 Uhr: Ukraine nimmt erneut russischen Versandhändler ins Visier – Tote

Die Ukraine hat erneut an mehreren Stellen den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries angegriffen.

Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.

Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.
Kiew weitet seine Gegenangriffe auf Russland aus. Diesmal trifft es einen Onlinehändler an mehreren Orten. Mehrere Zivilisten kommen bei den Drohnenattacken ums Leben.  © –/dpa

4. August, 10.28 Uhr: Tote in der Ukraine durch russische Angriffen

Auch die Ukraine beklagte nach russischen Angriffen Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, zufolge zwei Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.

In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.

4. August, 7.24 Uhr: Fünf Tote bei Drohnenangriff in der Region Moskau

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden.

Mindestens sechs weitere Menschen seien in einem Industriegebiet in Tschechow verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram.

Mehrere Feuer seien durch den Angriff ausgelöst worden, erklärte der Gouverneur weiter. Die Feuerwehr habe den größten Brand in einem Lager gelöscht.

Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)
Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

3. August, 20.33 Uhr: Selenskyj entlässt Botschafterin in Washington

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40), von ihrem Amt entbunden.

Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington. Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.

Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskyjs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat.

Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.

Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).
Kein Botschafterposten ist für die Ukraine so wichtig wie der in den USA. Nun bestätigen sich Berichte über eine Ablösung der Spitzendiplomatin Stefanischyna (40).  © Helmut Fohringer/APA/dpa

3. August, 17.45 Uhr: Druck aus Moskau – Selenskyj hofft auf Frieden bis Herbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hofft Russland bis Herbst so unter Druck zu setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt.

Wann genau dies sein werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte er vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew.

Ukrainische Drohnenangriffe auf mittlere und lange Distanz, Sanktionen des Auslands und diplomatische Anstrengungen müssten zusammenwirken, “um Russland keine Alternative zu einem Frieden zu lassen”, sagte er. “Wir werden hart daran arbeiten, damit das bis zum Herbst passiert.”

Gleichzeitig richtete sich Selenskyj aber auf einen weiteren Kriegswinter ein. Den Diplomaten seines Landes erteilte er den Auftrag, die notwendige technische Unterstützung und Waffen bei den ausländischen Partnern zu organisieren.

“Jeder Botschafter muss Waffen für die Ukraine auftreiben.” Als wichtiges internationales Projekt der Ukraine nannte er die gemeinsame Entwicklung des Raketenabwehrsystems Freyja mit europäischen Partnern.

3. August, 15.58 Uhr: Mehrere Tote nach russischem Angriff auf Tankstelle

Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der Südostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden.

Darunter sei ein acht Jahre alter Junge, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit.

Sechs weitere Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren seien bei der Attacke auf die Tankstelle im Kreis Krywyj Rih verletzt worden. Ein Feuer sei am Einschlagsort ausgebrochen.

Immer wieder werden Zivilisten im russischen Angriffskrieg in der Ukraine getötet. (Symbolfoto)
Immer wieder werden Zivilisten im russischen Angriffskrieg in der Ukraine getötet. (Symbolfoto)  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

3. August, 14.40 Uhr: Selenskyj ernennt neuen Chef für Auslandsgeheimdienst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat den Chefunterhändler Rustem Umjerow (44) für die Kontakte mit Russland zur Beendigung des Krieges zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt.

Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister gewesen war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die zuletzt unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilte Selenskyj mit.

Umjerow, der zuletzt Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gewesen war, soll auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, sagte Selenskyj bei einem Treffen mit Diplomaten.

Demnach gibt es inzwischen Verträge mit neun Staaten, weitere Abkommen seien geplant.

Rustem Umjerow (44) tritt seinen neuen Posten als Chef des Auslandsgeheimdienstes an.
Rustem Umjerow (44) tritt seinen neuen Posten als Chef des Auslandsgeheimdienstes an.  © Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa

3. August, 14.30 Uhr: Sprengstoffanschlag in Moskau – Vorwürfe gegen die Ukraine

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben.

“Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant “Balzi Rossi” in Moskau erreicht”, teilte die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit.

“Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten”, hieß es weiter in der Mitteilung.

3. August, 8.22 Uhr: Ukraine greift erneut Lager von russischem Onlinehändler Wildberries an

Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Onlinehändler Wildberries ist laut Behördenangaben ein Mensch verletzt worden.

Die Drohnen hätten in der Nacht ein Lager im Gebiet Wladimir rund 180 Kilometer östlich von Moskau angegriffen, erklärte Gouverneur Alexander Awdejew am Montag. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen und es seien Schäden entstanden.

Wildberries bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum und erklärte, die Beschäftigten seien aus dem Gebäude gebracht worden. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden machte das Unternehmen zunächst nicht.

2. August, 21.38 Uhr: Drei Tote nach russischem Beschuss in Saporischschja und Cherson

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden.

In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.

2. August, 21.30 Uhr: Vier Verletzte nach Schüssen in Hafenstadt Odessa

Ein Unbekannter hat am Abend in einem Rekrutierungszentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa das Feuer auf die Angestellten eröffnet.

Vier Männer seien dabei verletzt worden, einer von ihnen schwer, berichteten die örtlichen Medien. Der Schütze flüchtete daraufhin.

Die Polizei habe die Wohnung des Schützen ausfindig gemacht, berichtete die Zeitung “Dumskaja”. Der Mann habe sich dort verschanzt und sei später von den Beamten festgenommen worden.

Über seine Motive lagen keine Informationen vor.

In der Hafenstadt Odessa wurde geschossen.
In der Hafenstadt Odessa wurde geschossen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

2. August, 15.41 Uhr: Präsidenten Selenskyj äußert sich zu Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland.

Dabei nannte er auch die Ölraffinerie Saratow und den Militärflugplatz Engels. Er dankte den ukrainischen Streitkräften und sagte, die Ukraine bringe den Krieg zurück dorthin, wo er hergekommen ist.

2. August, 14.16 Uhr: Acht Tote durch ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland

Die ukrainischen Streitkräfte haben am Sonntag Ziele in verschiedenen Regionen Russlands angegriffen und dabei nach Angaben der russischen Behörden mindestens acht Menschen getötet.

Einige der Angriffe erfolgten hunderte Kilometer von der Front entfernt tief in russischem Gebiet, wie die Behörden mitteilten. Aus der Grenzregion Belgorod wurden drei Todesopfer durch ukrainische Angriffe gemeldet, aus der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei.

Ein ukrainischer Drohnenangriff erreichte auch die mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien, wo nach Angaben der Regionalgouverneurin Olga Abramow drei Menschen getötet wurden. “Diese Tat ist in ihrer Sinnlosigkeit monströs. Diese Menschen waren definitiv kein militärisches Ziel”, sagte sie.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fing die russische Luftabwehr in der Nacht in mehr als einem Dutzend Regionen insgesamt 635 ukrainische Drohnen ab.

2. August, 9.38 Uhr: Kiews Gegenangriffe – Brände und Tote in Russland

In Russland sind infolge ukrainischer Drohnenangriffe zwei Menschen getötet worden. Zivile Infrastruktur in Saratow und Engels sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow, Roman Bussargin, bei Telegram, ohne Details zu nennen.

In Engels sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden und zwei Menschen seien ums Leben gekommen.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer auf dem Gelände der Raffinerie in Saratow zeigen sollen. Sie war in der Vergangenheit schon oft Ziel ukrainischer Gegenangriffe. In Engels ist einer der größten Luftwaffenstützpunkte in ganz Russland.

Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Auch Engels war daher schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe.

2. August, 8.02 Uhr: Drei Tote bei Bombenanschlag auf Restaurant in Moskau

Bei einem Bombenanschlag auf ein Restaurant in der russischen Hauptstadt Moskau sind mindestens drei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden.

“Ein selbstgebauter Sprengsatz ist in einem Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau explodiert und hat drei Menschen getötet”, erklärte das russische Antiterror-Komitee am Abend nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Unter den Toten ist demnach eine Frau, die den Sprengsatz bei sich führte.

Die Frau wurde der Erklärung zufolge von einem Wachmann aufgehalten, der ebenfalls getötet worden sei. Bei dem dritten Todesopfer handele es sich um einen Kunden.

Laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti hatte sich die Explosion gegen 20.10 Uhr Ortszeit (19.10 Uhr MESZ) “in der Nähe eines Sommercafés” in der russischen Hauptstadt ereignet. Im Onlinedienst Telegram waren Videos im Umlauf, die zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge und Krankenwagen vor Ort zeigten.

Sicherheitskräfte sind am Ort einer Explosion in Moskau, Russland, im Einsatz, an dem sich in einem Restaurant eine tödliche Explosion ereignet hat.
Sicherheitskräfte sind am Ort einer Explosion in Moskau, Russland, im Einsatz, an dem sich in einem Restaurant eine tödliche Explosion ereignet hat.  © Feng Kaihua/XinHua/dpa

1. August, 22.15 Uhr: Explosion in Moskauer Restaurant: Tote und Verletzte!

Bei einer Explosion in dem Moskauer Restaurant “Balzi Rossi” sind nach Medienberichten mindestens drei Menschen getötet und weitere 15 verletzt worden. Das berichteten die russischen Agenturen Tass und Interfax übereinstimmend. Als Ursache wurde statt eines ukrainischen Angriffs zunächst ein Gasleck vermutet, hieß es in offiziell unbestätigten Berichten in sozialen Medien.

Doch laut Bild sollen vor Ort Sprengstoffexperten im Einsatz sein. Zudem soll die Explosion eine Feier getroffen haben, bei der die “gesellschaftlichen Elite” gewesen sei. Aus Sicherheitsgründen wurde auch das für den Abend geplante Nacht-Radrennen in Moskau abgesagt.

Das italienische Café-Restaurant “Balzi Rossi” liegt im weiteren Zentrum der russischen Hauptstadt. Die umliegenden Straßen wurden nach dem Zwischenfall abgeriegelt, Ermittler nahmen ihre Arbeit auf.

Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Ortes, an dem sich in einem Restaurant in Moskau eine tödliche Explosion ereignet hat.
Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Ortes, an dem sich in einem Restaurant in Moskau eine tödliche Explosion ereignet hat.  © Sergei Vedyashkin/Moscow News Agency/AP/dpa
War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.
War es ein Gasleck oder doch die Ukraine? Kreml-Herrscher Putin (73) wird schnelle Antworten wollen.  © Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

1. August, 19.05 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Region Cherson sind mindestens eine Bewohnerin sowie sieben weitere Personen verletzt worden.

Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Bei dem Angriff, der auch von Artillerie begleitet worden sei, wurden nach Angaben der Behörden mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt. Die frontnahe Region Cherson ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.

Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift "Gebiet Cherson". (Archivbild)
Cherson: Zwei ukrainische Soldaten stehen neben einem Schild mit der Aufschrift “Gebiet Cherson”. (Archivbild)  © Bernat Armangue/AP/dpa

1. August, 15.20 Uhr: Laut Selenskyj Schiff im Asowschen Meer versenkt

Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und “dank der Treffsicherheit” ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.

Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs.

Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.
Eine Seedrohne Magura V5 des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes schwimmt an einem ungenannten Ort in der Ukraine.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. August, 10.57 Uhr: Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt

Russland griff die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern, darunter 27 ballistische Raketen, sowie 185 Drohnen an.

Nur eine ballistische Rakete sei abgefangen worden, einfach weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schrieb er in sozialen Medien und appellierte an die Partner seines Landes. Mittel zur Flugabwehr würden nicht in Lagern für hypothetische Szenarien gebraucht, sondern jetzt in der Ukraine. Dazu veröffentlichte er Fotos und einen Videozusammenschnitt, die Einsatzkräfte und Zerstörungen an Wohnhäusern zeigen.

Beschädigt wurden ihm zufolge 18 Häuser, eine Schule, die litauische Botschaft und Infrastruktureinrichtungen in Kiew.

Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.
Ballistische Raketen aus Russland treffen die ukrainische Hauptstadt – erneut mit verheerenden Folgen.  © Dan Bashakov/AP/dpa

31. Juli, 17.01 Uhr: Kiew greift Lagerhaus und Raffinerie in Wolgograd an

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Millionenstadt Wolgograd ein weiteres Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries und eine Ölraffinerie in Brand gesetzt.

 

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