Drama ohne Ende! Buckelwal weiterhin in der Bucht vor Wismar gefangen â banges Warten geht weiter đ±đđ„
Drama ohne Ende! Buckelwal weiterhin in der Bucht vor Wismar gefangen â banges Warten geht weiter đ±đđ„

Niendorf -Seit einer Woche versuchen RettungskrĂ€fte einen gestrandeten Buckelwal in derOstseezurĂŒck ins offene Meer zu fĂŒhren. Nachdem sich das Tier vor dem Wochenende befreien konnte, sitzt es seit Samstag erneut fest.TAG24berichtet im Liveticker.

Auch am Samstag wird weiter daran gearbeitet, den Wal ins offene Meer zu begleiten.  © Sea ShepherdNach dem Fund des Buckelwales auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) waren mehrere Rettungsversuche gescheitert, am Freitag konnte sich der Ozeanriese selbst befreien. Doch nur einen Tag spĂ€ter tauchte das Tier vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) auf und geriet erneut auf eine Sandbank.ZunĂ€chst konnte sich der Wal aus einer Kraft befreien, steuerte aber direkt auf die nĂ€chste Sandbank in der Wismarer Bucht zu, wo er nun seit Sonntagmorgen nur wenige hundert Meter von der KĂŒste entfernt liegt.Laut Experten könnte er sich bei ausreichender Kraft selbst freischwimmen. Bevor am Montag eine Entscheidung, wie es mit dem Buckelwal weitergeht, getroffen wird, schauen sich Experten die Lage an.

Um dem Tier genug Ruhe zu geben, wurde ein Schutzbereich von 500 Metern eingerichtet, in den kein Schiff oder Boot einfahren darf.30. MĂ€rz, 10 Uhr: Till Backhaus im Austausch mit Robert Marc LehmannWie eine Sprecherin des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns auf TAG24-Nachfrage mitteilte, habe es einen Austausch zwischen Umweltminister Till Backhaus (67,SPD) und YouTuber Robert Marc Lehmann (43) gegeben.Das Ergebnis des GesprĂ€chs soll bei einer Pressekonferenz gegen 13 Uhr kommuniziert werden.Lehmann gab an,von der Rettung ausgeschlossenworden zu sein. Backhaus, das Institut fĂŒr terrestrische und aquatische Wildtierforschung und Greenpeace widersprachen dieser Darstellung.

Till Backhaus (67,SPD) will um 13 Uhr ein Update geben.  © Philip Dulian/dpa30. MĂ€rz, 9 Uhr: Wasserschutzpolizei und Greenpeace mit Boot am WalAm frĂŒhen Morgen ist ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei zum Wal gefahren, um sich einen Eindruck vom Tier zu verschaffen. Mit an Bord waren Experten von Greenpeace.Laut Wasserschutzpolizei sei die Lage weiterhin unverĂ€ndert. Immerhin ist der Wasserstand in der Bucht wieder gestiegen. In der Nacht sank dieser auf knapp -40 Zentimeter unter Normalnull.Inzwischen nĂ€hert sich der Pegel wieder dem Stand von Sonntagvormittag. Zu diesem Zeitpunkt wĂ€re der Wal bei einer Wassertiefe von etwa zwei Metern in der Lage gewesen, sich selbststĂ€ndig fortzubewegen.

Die Wasserschutzpolizei war mit dem ersten Tageslicht am Wal.  © NEWS5 / N5 DESK30. MĂ€rz, 6.55 Uhr: Lage unverĂ€ndertDie Lage ist am Montagmorgen unverĂ€ndert. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei liegt der gestrandete Buckelwal weiterhin in der Bucht vor Wismar. “Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern.”Allerdings sei der Wasserpegel weiter gesunken, sodass die Situation etwas schwieriger sei. Wie es am Montag weitergeht, ist noch unklar. Eine Entscheidung werde erst getroffen, wenn sich Experten ein Bild von der Lage gemacht haben, so der Sprecher.29. MĂ€rz, 22.50 Uhr: Buckelwal gibt weiter Lebenszeichen von sichWie die Wasserschutzpolizei auf TAG24-Nachfrage mitteilte, ist der Buckelwal auch am spĂ€ten Abend noch an der gleichen Stelle. Immerhin gebe er durch das regelmĂ€Ăige Abblasen noch Lebenszeichen von sich, so der Sprecher.Von Greenpeace gab es noch einen eindringlichen Appell. “Bitte nicht hierher kommen und mit Schlauchbooten da rausfahren. Von Land aus kann man das Tier sehen. Aber der braucht jetzt Ruhe, damit er sich tatsĂ€chlich wieder freischwimmen kann”, sagte Meeresbiologe Thilo Maack auf dem Instagram-Kanal.29. MĂ€rz, 19.10 Uhr: Kanufahrer paddelt bis an den Wal heranDie Wasserschutzpolizei hat mit Schaulustigen zu kĂ€mpfen, die die eingerichtete Sperrzone im Umkreis von 500 Metern um den Wal herum durchbrechen.”Wir sind dabei, wir sind stĂ€ndig am Wal dran und verhindern, dass Leute in dieses Sperrgebiet reinfahren”, so ein Polizeisprecher gegenĂŒber TAG24.Am spĂ€ten Nachmittag konnte ein Kanufahrer diese Sperre allerdings ĂŒberwinden und paddelte dicht an den Wal heran.”Ich bin da vorbeigekommen, das war meine Tour. Ich bin um Poel gefahren und bin auf dem RĂŒckweg auf den Wal gestoĂen”, gab der Mann gegenĂŒber NEWS5 an. Er habe von dem Sperrgebiet nichts gewusst. “Ich glaube nicht, dass das Tier dadurch gestresst wurde”, meinte er.Am Sonntag musste die Polizei bereits zwei Platzverbote aussprechen. Den Abend und die Nacht ĂŒber sollen zwei Boote der Wasserschutzpolizei den Wal schĂŒtzen.

Der Kanufahrer paddelte dicht an den Wal heran und zeigte sich hinterher uneinsichtig.  © NEWS5 / Sebastian Peters29. MĂ€rz, 18 Uhr: Atemfrequenz des Buckelwals ist reduziertWie das Deutsche Meeresmuseum mitteilt, ist der Zustand des Wals gegenĂŒber gestern deutlich schlechter. “Sowohl die Atemfrequenz als auch die AktivitĂ€t des Tieres sind reduziert”, heiĂt es auf der Website.”Dem geht es nicht besonders gut”, bestĂ€tigte Thilo Maack gegenĂŒber TAG24. Der Wal sei aber nicht kurz davor zu sterben, so der Meeresbiologe.29. MĂ€rz, 17.15 Uhr: Wasserstand sinkt, doch Experte kann beruhigenIn der Nacht zu Montag soll der Wasserstand in dem betroffenen Teil der Ostsee laut dem Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf minus 40 Zentimeter unter Normalnull fallen.”Das wird dem Wal keine Probleme machen. Das war zumindest unser aller EinschĂ€tzung”, so Meeresbiologe Thilo Maack gegenĂŒber TAG24.Der Wal liege in etwa zwei Meter tiefem Wasser. “Das reicht, dass er da schwimmen kann”, so der Experte von Greenpeace.Am Montag soll der Pegel laut BSH wieder steigen.29. MĂ€rz, 15.35 Uhr: Schaulustige statt RuheStatt der erhofften Ruhe fĂŒr den Wal sorgt die Situation vor Ort fĂŒr jede Menge Arbeit bei der Wasserschutzpolizei. Die EinsatzkrĂ€fte mĂŒssen Boote und Wassersportler vom Wal fernhalten, der nur rund 600 Meter von der KĂŒste auf einer Sandbank aufliegt.Auch an Land ist es lebhaft: Viele Schaulustige strömen auf die nahe gelegene SeebrĂŒcke in Bad Wendorf/Wismar, um einen Blick auf das Tier zu erhaschen.Zwischenzeitlich soll zudem ein Expertenboot zum Wal gefahren sein, offenbar um zu ĂŒberprĂŒfen, ob das Tier noch reagiert.

Hunderte Schaulustige versuchen am Sonntag ein Blick auf den Wal zu werfen, der nicht weit entfernt von der SeebrĂŒcke auf einer Sandbank liegt.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach29. MĂ€rz, 13.57 Uhr: Kann der Wal ĂŒberhaupt wieder zu KrĂ€ften kommen?Wie gewĂŒnscht ist es ruhig um den Wal geworden. Eine Frage in der Pressekonferenz blieb aber noch offen: Kann der Wal ĂŒberhaupt wieder zu KrĂ€ften kommen, um zur Nordsee zu finden?Abgesehen von seinen Hautproblemen und den Netzresten im Maul sei der Wal in einem guten ErnĂ€hrungszustand, so Dr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung: “Wale auf ihren Wanderrouten fressen zum Teil nicht, sie können also Wochen ohne Nahrung auskommen. Dank seines guten ErnĂ€hrungszustands verfĂŒgt der Wal ĂŒber ausreichende Reserven, um die Zeit ohne Nahrung zu ĂŒberstehen”, so die Expertin.Wie genau die Tiere aus der Ostsee wieder herausfinden, sei jedoch nicht bekannt – es ist unklar, ob sie dem Salzgehalt oder der Strömung folgen.29. MĂ€rz, 13.20 Uhr: Wurde Robert Marc Lehmann ausgeschlossen?WĂ€hrend der Pressekonferenz Ă€uĂerten sich die Anwesenden auch zu den VorwĂŒrfen von Robert Marc Lehmann (43), er sei aufgrund einer unterstellten “Selbstdarstellung” von den RettungsmaĂnahmen ausgeschlossen worden. Lehmann hatte am Donnerstag und Freitag bei der Befreiung des Wals geholfen (s. weiter unten im Ticker), ist aktuell aber nicht mehr vor Ort.Thilo Maack sowie Dr. Stephanie GroĂ betonten, dass niemand ausgeschlossen worden sei und sich nach ihrer Kenntnis niemand aus ihren Teams falsch verhalten habe.Prof. Burkard Baschek erklĂ€rte, dass es derzeit nicht darum gehe, wie man den Wal besser retten könnte, “weil das Tier sich selber freischwimmen könnte”. Der Fokus liege jetzt auf dem Gesundheitszustand: “Wir glauben, dass Ruhe im Moment das Beste ist und dem Tier die Möglichkeit gibt, Kraftreserven aufzubauen. Der Weg zurĂŒck Richtung Nordsee ist dabei letztlich ein Navigieren auf Sicht.”AuchMecklenburg-VorpommernsUmweltminister Till Backhaus Ă€uĂerte sich zur Debatte: “Nachdem ich gehört habe, was aus dem Netz kommt, habe ich fĂŒr mich entschieden, ein persönliches GesprĂ€ch mit ihm zu dem Thema zu fĂŒhren. Damit senden wir ein Signal, dass wir Kooperation suchen, pflegen und umsetzen.”Er betonte zudem: “FĂŒr uns in Mecklenburg-Vorpommern haben wir das Meereskundemuseum mit einem ausgemachten Verhandlungsvertrag – das ist die Expertise, die wir haben. Die beteiligten anderen Institutionen haben fĂŒr mich eine hervorragende Arbeit geleistet.”

Robert Marc Lehmann (43) war am Donnerstag zu dem damals noch am Timmendorfer Strand gestrandeten Wal getaucht.  © Daniel Bockwoldt/dpa29. MĂ€rz, 12.47 Uhr: Soll der Wal eingeschlĂ€fert werden?Auf die Frage, ob bereits alle Worst-Case-Szenarien bedacht worden seien und ob in ErwĂ€gung gezogen werde, das Tier gegebenenfalls zu erlösen, antwortete Burkard Baschek unmissverstĂ€ndlich: “Das schlieĂen wir kategorisch aus!”Dr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung erklĂ€rte die Entscheidung: “Es gibt einfach keine verlĂ€ssliche Methode, die dieses Tier schnell und schmerzlos erlöst. Deshalb haben wir keine Möglichkeit, es einzuschlĂ€fern, ohne ihm möglicherweise zusĂ€tzliche Schmerzen und Leiden zuzufĂŒgen. Die Situation wurde ausdrĂŒcklich intensiv geprĂŒft.”

Der Wal ist diesmal nicht gestrandet, schafft es aber nicht aus eigener Kraft, weiterzuschwimmen.  © Philip Dulian/dpa29. MĂ€rz, 12.41 Uhr: Warum geht es dem Wal so schlecht?Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace, nutzte den Rahmen der Pressekonferenz, um darĂŒber aufzuklĂ€ren, warum es dem Wal so schlecht geht. Er ging dabei auch noch mal auf die Reste des Fischernetzes im Maul des Wals ein, welche nicht entfernt werden konnten.”Es ist ein Fakt, dass menschliche EinflĂŒsse auf die Ozeane maĂgeblich dazu beigetragen haben, dass es dem Wal so schlecht geht. An dem Tier wurden Netzreste gefunden – das zeigt, dass die Fischerei ein groĂes Problem ist”, so Maack, dem es ein persönliches BedĂŒrfnis sei, darĂŒber aufzuklĂ€ren.”Die Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission schĂ€tzt, dass weltweit jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine durch die Fischerei sterben und in Netzen ertrinken. Das betrifft nicht nur die groĂen Ozeane, sondern auch die Ostsee. Dort kommen weiterhin viele Stellnetze zum Einsatz, in denen die einzige heimische Walart, die Schweinswale, immer wieder verenden.”Und weiter: “Was die Natur braucht – und auch dieser Wal gebraucht hĂ€tte – sind groĂflĂ€chige Schutzgebiete, in denen sie sich selbst ĂŒberlassen bleibt. Nur so haben die Ozeane eine Chance.”29. MĂ€rz, 12.30 Uhr: Ruhe bewahren und abwartenNach Angaben von Prof. Burkard Baschek bleibt die Strategie unverĂ€ndert: “Die PrĂ€misse bleibt weiterhin, Ruhe reinzubringen und das Tier zu beobachten.” Zwar stehe man fĂŒr mögliche MaĂnahmen bereit, doch das könne nur dann Sinn ergeben, wenn das Tier krĂ€ftig genug ist.Aktuell verzichte man bewusst auf Eingriffe: “Ein Freibaggern ist ohnehin nicht machbar oder angemessen in dem Moment, weil es nur Stress auslösen wĂŒrde”, so Baschek, der noch mal betonte, dass der Wal in der Lage wĂ€re, sich zu befreien.Die Lage bleibe angespannt und emotional belastend: “Das ist eine Situation, die uns allen nahegeht. Wir hĂ€ngen alle auch an diesen Tieren, die dort sind, und mĂŒssen trotzdem am Ende hinnehmen, dass sich hier ein IrrlĂ€ufer in die Ostsee verirrt hat und dort nicht so die Voraussetzung findet, die er am Ende braucht.”Einen kleinen Lichtblick gibt es laut dem Experten aber noch: Der Wal habe es immerhin zweimal nachts geschafft, sich selbst zu befreien, wo wenig los war, weswegen fĂŒr die nĂ€chsten Stunden erst mal gelte: “Ruhe bewahren”. DafĂŒr wurde ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern rund um den Wal gezogen, in das kein Schiff oder Boot hineinfahren darf.29. MĂ€rz, 12.15 Uhr: Wal soll “deutlich geschwĂ€cht” seinBei der Pressekonferenz sprach Prof. Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Meeresmuseum Stralsund, von einem “deutlich geschwĂ€chten” Wal, der aktuell keinen Versuch unternehme, sich selbst freizuschwimmen. Obwohl die Wassertiefe derzeit der aus der Nacht entspreche, in der es ihm gelungen war, sich selbst zu befreien.Das Tier sei nicht, wie zuletzt, gestrandet. “Wie bereits gestern versucht wurde, hat man das Tier animiert, sich aus eigener Kraft freizuschwimmen, also ihm gewissermaĂen Motivation gegeben, mit FlossenschlĂ€gen ins tiefere Wasser zu gelangen. Das war bisher auch erfolgreich, weshalb wir hier nicht von einer Strandung sprechen, sondern eher von einem Aufsetzen des Wals”, erklĂ€re Baschek weiter.Dennoch spricht der Experte von einer verschlechterten Gesamtsituation: “Die Prognose sieht nicht gut aus!” Selbst bei einer erneuten Befreiung drohe ein erneute Strandung sowie durch den sinkenden Wasserstand eine weitere VerschĂ€rfung der Lage.29. MĂ€rz, 11.04 Uhr: Minister: “Er lebt, das ist die erste gute Botschaft”Auf dem Wasser sind inzwischen mehrere Boote, die alle groĂen Abstand zum Wal halten. Auf einem der Polizeiboote ist auch Dr. Till Backhaus (67), Minister fĂŒr Klimaschutz, Landwirtschaft, lĂ€ndliche RĂ€ume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern.Der SPD-Politiker zum Wal: “Er pustet ja ab und er ruft auch. Also er lebt, das ist die erste gute Botschaft.”

Till Backhaus (SPD), Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht mit einem Fernglas auf dem Polizeiboot “Uecker”.  © Philip Dulian/dpa29. MĂ€rz, 10.37 Uhr: Pressekonferenz angesetztNach TAG24-Informationen soll um 12 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden. In der Zwischenzeit hat das Boot mit den Wissenschaftlerinnen ein erstes Bild vom Wal gewonnen, befindet sich aktuell jedoch wieder auf Abstand.Das Tier zeigt nur geringe Bewegungen, ab und zu stöĂt es Wasser aus seinem Blasloch aus.

Ein Team aus Wissenschaftlern nĂ€herte sich am Sonntagmorgen mit einem Schlauchboot dem Wal.  © NEWS5 / Sebastian Peters29. MĂ€rz, 9.42 Uhr: Expertin hat noch HoffnungWie viel Kraft dem Wal nach den vergangenen Strapazen noch bleibt, lasse sich nur schwer einschĂ€tzen. “Sicherlich ist er auch erschöpft von den letzten Tagen. Aber er war ja vorgestern noch sehr agil und hat sich auch jetzt wieder bewegt”, so Daniela von Schaper (33) von Greenpeace gegenĂŒber TAG24.Trotz der unsicheren Lage bleibt die Expertin zuversichtlich: “Ich habe immer noch Hoffnung, dass er aus der Ostsee wieder rauskommt. Und dass, wenn er jetzt hier freikommen wĂŒrde – beziehungsweise wieder schwimmen wĂŒrde -, wir es schaffen könnten, ihn aus der Bucht ein StĂŒck weit zu begleiten und er genug Kraft hat.”

Der Wal von oben am Sonntagmorgen. Noch ist unklar, ob er wieder festsitzt.  © NEWS5 / RenĂ© Schröder29. MĂ€rz, 9.19 Uhr: Experten fahren erneut mit einem Boot an das TierDas erste Schlauchboot mit Paddeln statt Motor ist unterwegs zum Wal. Wie Daniela von Schaper (33) von Greenpeace gegenĂŒber TAG24 mitteilte, sind neben Greenpeace auch die Wissenschaftlerinnen vom ITAW und vom Deutschen Meereskundemuseum an Bord.”Es geht jetzt erstmal darum zu gucken, ob er sich ĂŒberhaupt wieder festgesetzt hat oder nicht”, so die Expertin. Sollte der Wal festsitzen, ist geplant, ihn sanft zu animieren, wieder in tiefere GewĂ€sser zu gelangen. Das Tier liege diesmal nur wenige Hundert Meter vom Festland entfernt, allerdings sei auch die tiefe Fahrwasserrinne nicht weit.Nach seiner zweiten eigenen Befreiung in der Nacht auf Sonntag war der Wal nicht in Richtung offene See, sondern rund zwei Kilometer tiefer in die Bucht zurĂŒckgeschwommen, an den Ort, an dem er bereits vor drei Wochen erstmals gesichtet worden war. Damals hatte sich der Wal in einem sogenannten Geisternetz verfangen.Die Wasserschutzpolizei hatte in den frĂŒhen Morgenstunden den Positionswechsel des Wals gemeldet.29. MĂ€rz, 7.50 Uhr: Wal wieder in der Wismarer Bucht aufgetauchtNach Angaben vor Ort soll sich der Buckelwal zwar ĂŒber Nacht zunĂ€chst selbst befreit haben, befindet sich jedoch weiterhin in der Wismarer Bucht und ist inzwischen erneut auf einer Sandbank gestrandet, wie Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace, am Morgen gegenĂŒberTAG24bestĂ€tigte.FĂŒr 9 Uhr ist ein Treffen mit Maack, den Experten des Instituts fĂŒr Wildtierforschung (ITAW) sowie des Deutschen Meereskundemuseums angesetzt. Geplant sei wieder aufs Wasser zu gehen und “zu versuchen, den Wal zu animieren, loszuschwimmen. Hoffentlich gelingt das und dann wollen wir ihn aus der Wismarer Bucht begleiten.”Ob dies gelingt, dĂŒrfte sich im Laufe des Vormittags zeigen.

Der Wal befindet sich noch immer in der Wismarer Bucht.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach29. MĂ€rz, 7.12 Uhr: Wal wieder freiNachdem der Wal am Samstagnachmittag erneut gestrandet war, soll es ihm nach Angaben des UmweltministeriumsMecklenburg-Vorpommernnoch am spĂ€ten Abend gelungen sein, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarer Bucht freizukommen.Aufgrund der flachen KĂŒstengewĂ€sser bleibe jedoch unklar, ob das Tier erneut stranden könnte.28. MĂ€rz, 18.05 Uhr: Wal soll vorerst in Ruhe gelassen werdenEinen neuen Rettungsversuch soll es erstmal nicht geben: “Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien”, sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der dpa.”Der Wal macht nach wie vor Anstalten loszuschwimmen”, sagte Maack. Er habe am Samstag selbst im Schlauchboot in der NĂ€he des gestrandeten Tieres gesessen. “Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit.”Laut Maack sei der Buckelwal sĂŒdlich von der Insel Walfisch gestrandet. Dort sei das Wasser deutlich tiefer als am Timmendorfer Strand, wo der Buckelwal vorher festsaĂ, so der Meeresbiologe. Die Boote hĂ€tten sich nun zurĂŒckgezogen. “Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen”, sagte er.In der Nacht soll die Wasserschutzpolizei vor Ort bleiben, um den Wal im Auge zu behalten. Nach Plan wollen die Experten laut Maack am Sonntag in die Bucht zurĂŒckkommen. TAG24 wird auch dann wieder berichten.

Der Buckelwal hĂ€ngt auf einer Sandbank kurz vor Wismar fest.  © Ferdinand Merzbach/News5/dpa28. MĂ€rz, 16.09 Uhr: Gibt es heute noch einen Rettungsversuch?Nach TAG24-Informationen soll es am Samstag keine Rettungsaktion mehr geben.Offenbar soll der Buckelwal zunĂ€chst in Ruhe gelassen werden. Falls sich der Wal durch einen ansteigenden Wasserspiegel nicht selbst befreien kann, sollen am Sonntag weitere MaĂnahmen ergriffen werden.Eine BestĂ€tigung hierfĂŒr steht noch aus.

Der Buckelwal hĂ€ngt auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht fest.  © Florian Manz / Greenpeace28. MĂ€rz, 15.08 Uhr: Meeresbiologe Lehmann meldet sich zur Situation zu WortDer Meeresbiologe Robert Marc Lehmann meldete sich zu der Situation des Buckelwales auf Instagram zu Wort.”Der Wal ist erneut gestrandet. Das hielt ich von Anfang an fĂŒr das wahrscheinlichste Szenario”, teilte der YouTuber in seiner Instagram-Story.28. MĂ€rz, 14.49 Uhr: Gewissheit ist da! Buckelwal erneut gestrandetWie Greenpeace gegenĂŒber TAG24 mitteilte, ist der Buckelwal tatsĂ€chlich erneut gestrandet!Die Naturschutzorganisation ist mit zwei Schlauchbooten vor Ort. Auf diesen befinden sich zudem ein Wissenschaftler vom ITAW und ein Wissenschaftler vom Deutschen Meeresmuseum.Aktuell sondieren sie die Lage. Wie es nun weitergeht, ist noch unklar.

Der Buckelwal ist erneut auf einer Sandbank vor Wismar gestrandet.  © NEWS5 / N5 DESK28. MĂ€rz, 14.28 Uhr: Buckelwal mehrfach vor Wismar gesichtetDer befreite Buckelwal ist erneut von mehreren Augenzeugen gesichtet worden.Der MeeressĂ€uger befindet sich in der Wismarer Bucht, in der NĂ€he der unbewohnten Insel Walfisch. Das bestĂ€tigte das Umweltministerium in Schwerin.”Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht”, sagte der Ministeriumssprecher der dpa.Um dem Wal im Notfall helfen zu können, sind EinsatzkrĂ€fte von der Wasserschutzpolizei Wismar und Rostock, Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) und der Naturschutzorganisation Greenpeace im Wasser und am Land vor Ort.

Das Wasserschutzpolizeiboot “Uecker” ist weiterhin im Einsatz, deswegen ist davon auszugehen, dass der Wal sich in der NĂ€he des Schiffes befindet (Standort: 14.25 Uhr).  © Screenshot: Vesselfinder.com28. MĂ€rz, 13.57 Uhr: Wal offenbar erneut auf Sandbank gestrandetWie ein “Bild”-Reporter vor Ort berichtet, ist der Wal wieder gestrandet!Demnach sei der Wal in der Wismarer Bucht auf Grund gelaufen. Greenpeace konnte die Strandung des Tieres noch nicht bestĂ€tigen.Allerdings bestĂ€tigte Greenpeace, das der Wal vor der Insel “Walfisch” entdeckt worden ist.28. MĂ€rz, 12.40 Uhr: Experten ĂŒberprĂŒfen Sichtung vom Wal bei Wismar”Ich kann bestĂ€tigen, dass wir heute Vormittag eine Sichtungsmeldung bei Wismar hatten, die wir jetzt ĂŒberprĂŒfen”, sagte Diana Meyen, Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund.Demnach werden auch Meldungen zu möglichen weiteren Sichtungen nahe der unbewohnten Insel Walfisch geprĂŒft.AuĂerdem wollen Experten des Meeresmuseums an Bord eines Bootes gehen, das den Wal seit dem Morgen sucht.Die Experten wollen den Wal finden, um ihn weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu drĂ€ngen. Im Idealfall soll der junge Wal den Weg von der Ostsee ĂŒber die Nordsee zurĂŒck in den Atlantik finden.Wal-Sichtungen können Menschen auf der Homepage des Meeresmuseums und per Telefon melden.”Das Tier ist gestresst und geschwĂ€cht. Es ist wichtig, dass es nicht durch private Suchen zusĂ€tzlich Stress bekommt”, ergĂ€nzte Meyen.28. MĂ€rz, 11.17 Uhr: Schwimmt der Buckelwal kurz vor Wismar?Der Buckelwal soll vor Wismar gesehen worden sein, berichtet Greenpeace gegenĂŒber TAG24.Die Wasserschutzpolizei sei nun auf dem Weg, um zu schauen, ob sich das Tier wirklich vor Ort befindet.Schon vor einigen Wochen war der Buckelwal bereits nach Wismar geschwommen und geriet dabei in den Hafen.28. MĂ€rz, 11.08 Uhr: Greenpeace ist auf dem Weg nach BoltenhagenNoch immer gibt es keine Spur von dem Buckelwal. Greenpeace hat sich mit dem ITAW ĂŒber das weitere Vorgehen besprochen.Sie sind nun mit zwei Booten auf den Weg nach Boltenhagen, um der Wasserschutzpolizei dort ihre Hilfe anzubieten.”Wir wollen gemeinsam Ausschau nach dem Wal halten”, so Greenpeace.AuĂerdem rufen sie die Bevölkerung dazu auf, nach dem Wal zu schauen. Wer den Wal sieht, soll sich unter der offiziellen Hotline0173 9688267melden.

Das Boot “Uecker” der Wasserschutzpolizei fĂ€hrt an der OstseekĂŒste vor Boltenhagen entlang und sucht nach dem Wal.  © Philip Dulian/dpa28. MĂ€rz, 10.27 Uhr: Suche nach Buckelwal geht weiterEin Boot der Wasserschutzpolizei fĂ€hrt weiterhin die KĂŒste ab. “Das Seegebiet ist ziemlich riesig, das ist eine groĂe FlĂ€che fĂŒr ein Boot, das ist schon GlĂŒckssache”, sagte ein Sprecher.Rund 65 KĂŒstenkilometer fĂ€hrt das Boot “Ucker” von der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis WarnmĂŒnde in Mecklenburg-Vorpommern.Bis 18 Uhr soll die Suche nach dem Wal weiter nach dem Zufallsprinzip laufen. Je nach Entwicklung wĂŒrde dann eine Nachtschicht ĂŒbernehmen.ZusĂ€tzlich ist das Polizeiboot “Walfisch” auf Streife unterwegs und unterstĂŒtzt die Suche dadurch indirekt. Drohnen sollen bei der Suche momentan nicht eingesetzt werden. AuĂerdem setzt man zudem auf Sportboote, “die melden das dann auch an die Behörden, wenn die unterwegs sind und was sehen”, erklĂ€rte der Sprecher.

Das Wasserschutzpolizeiboot “Uecker” sucht weiterhin nach dem Buckelwal. Um 10.38 Uhr befand sie sich vor der KĂŒste zwischen Steinbeck und Redewisch (Mecklenburg-Vorpommern).  © Screenshot: Vesselfinder.com28. MĂ€rz, 9.18 Uhr: Greenpeace fordert Boote anNach dem Abbruch der Rettungsaktion am Freitag hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace nun vier Schlauchboote angefordert. Dennoch wollen die EinsatzkrĂ€fte eine erneute Sichtung abwarten.Auch das Boot der Wasserschutzpolizei “Uecker” war bereits im Einsatz und befindet sich nun im Hafen Timmendorfer Strand.Der Grund fĂŒr die abgebrochene Aktion ist inzwischen ebenfalls bekannt: Demnach lieĂ sich der Wal nicht mehr von den Booten leiten und tauchte unter ihnen hindurch.28. MĂ€rz, 8.28 Uhr: Bisher keine Wal-Sichtungen gemeldet – Suche lĂ€uft anSeit Abbruch der Beobachtung des von einer Sandbank vor dem Niendorfer Strand befreiten Buckelwals am Freitag sind zunĂ€chst keine neuen Sichtungen gemeldet worden.Die Suche solle bald aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar am Morgen. Das Tier sei wahrscheinlich in der westlichen Ostsee unterwegs.Es habe keine Sichtungen gegeben, sagte er. Auch den Kollegen in TravemĂŒnde, mit denen man in Kontakt stehe, sei nichts bekannt. Eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sagte ebenso: “Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung.” Man habe seit dem Freitagnachmittag keine Neuigkeiten.Laut dem Sprecher der Wasserschutzpolizei soll demnĂ€chst das Boot “Uecker” auslaufen, um gezielt zwischen der schleswig-holsteinischen Landesgrenze und der Insel Poel in der Wismarer Bucht zu suchen.

Seit Tagen bangen Experten um den Wal in der Ostsee. Zwar befreite er sich, er hat aber noch einen weiten Weg Richtung Nordsee vor sich. Nachts wurde er offenbar nicht gesichtet.  © Marcus Brandt/dpa27. MĂ€rz, 17.30 Uhr: EinsatzkrĂ€fte wollen am Samstag wieder rausfahrenObwohl die EinsatzkrĂ€fte die Aktion am Freitag abgebrochen haben, geben sie nicht auf. Am Samstag wollen sie den Wal erneut begleiten und ihn ins offene Meer leiten.Voraussetzung sei jedoch, dass die Position des Wals ausgemacht werden könne. Auch die Bevölkerung solle aufmerksam bleiben und gegebenenfalls Walsichtungen melden. TAG24 wird auch am Samstag wieder berichten.27. MĂ€rz, 16.50 Uhr: Walbegleitung abgebrochen – So geht es weiterDie Aktion der Boots-Eskorte wurde fĂŒr heute abgebrochen! Das bestĂ€tigte Christin Otto von Sea Shepherd auf Nachfrage von TAG24. Der Grund? “Es gab keine VerĂ€nderung mehr und es war auch keine VerĂ€nderung mehr in Sicht”, erklĂ€rt die Expertin. Der Wal halte sich nur noch sehr nahe an der KĂŒste auf Höhe von Boltenhagen auf.”Dann hat sich das Team dazu entschieden, ihn jetzt erst einmal in Ruhe zu lassen und Abstand zu geben”, so Otto weiter. Demnach sei die Aktion fĂŒr heute beendet.Wie es morgen weitergeht? Sea Shepherd werde erste einmal auf Abruf zur VerfĂŒgung stehen. SchlieĂlich mĂŒsse der Wal zunĂ€chst gefunden werden, um ihn weiter begleiten zu können. Ziel ist es jedoch weiterhin in Zusammenarbeit mit Wasserschutzpolizei und den anderen Organisationen das Tier in die richtige Richtung zu leiten.27. MĂ€rz, 16.34 Uhr: Wal befindet sich vor der KĂŒste Mecklenburg-VorpommernsDadurch, dass der Wal aktuell sehr nah an der KĂŒste von Mecklenburg-Vorpommern schwimmt, sei nun entsprechend die Wasserschutzpolizei dieses Bundeslandes zustĂ€ndig. Das erklĂ€rte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein.Ob der verschobene ZustĂ€ndigkeitsbereich nun auch der Grund dafĂŒr ist, dass die Boote teilweise abrĂŒcken, konnte der Sprecher jedoch nicht bestĂ€tigen. Die Mitarbeitenden des ITAW an Bord des KĂŒstenwachen-Bootes werden derzeit zurĂŒck nach Niendorf gebracht.27. MĂ€rz, 16.05 Uhr: Boote brechen Begleitung des Wals teilweise abĂberraschende Wendung: Die KĂŒstenwache habe offenbar vor, die Begleitung des Wals in KĂŒrze abzubrechen. Das bestĂ€tigte Daniela von Schaper von Greenpeace auf Nachfrage von TAG24. Den Grund dafĂŒr konnte sie jedoch bislang nicht nennen.Auch Greenpeace ĂŒberlege nun, ob es den Wal noch lĂ€nger mit dem Boot bis zum Einbruch der Dunkelheit begleitet oder ob es ebenfalls abbricht. “Das wird gerade noch bewertet”, so die Expertin.”Die Idee ist jedoch schon, den Wal auch am Wochenende noch weiter zu begleiten”, erklĂ€rt von Schaper weiter.

Eigentlich sollte die Boots-Eskorte den Wal aus der LĂŒbecker Bucht navigieren.  © NEWS5 / N5 DESK27. MĂ€rz, 14.34 Uhr: Wal kommt vom Kurs ab, Ufer rĂŒckt wieder nĂ€herDas war so nicht geplant: Der Wal kommt der KĂŒste nun wieder gefĂ€hrlich nahe, nachdem er nach Osten abgedriftet ist.Die “Fehmarn” befand sich gegen 14.30 Uhr nur zwei Kilometer vom Ufer entfernt.

Die “Fehmarn” befand sich gegen 14.30 Uhr nur zwei Kilometer vom Ufer entfernt. Sie begleitet den Wal.  © Screenshot: Vesselfinder.com27. MĂ€rz, 13.45 Uhr: Wal entfernt sich immer weiter von der KĂŒsteGrundsĂ€tzlich ist der Wal weiter in der richtigen Richtung unterwegs.Laut “Vesselfinder.com”befand sich die “Fehmarn”, die das Tier auf seinem Weg begleitet, gegen 13.45 Uhr bereits ungefĂ€hr 12,6 Kilometer vom Niendorfer Strand entfernt auf offener See.27. MĂ€rz, 13.24 Uhr: Biologe berichtet von brenzliger SituationBrenzlige Situation auf dem Meer: Wie Meeresbiologe Robert Marc Lehmann viaInstagrammitteilte, sei der Wal zeitweise durch nur zwei Meter tiefes Wasser geschwommen.Mit einer “sanften Wegabschneidung”, wie der YouTuber es bezeichnete, hĂ€tten die EinsatzkrĂ€fte das Tier vor einer erneuten Strandung bewahrt. Lehmann ist an Bord eines der Schiffe.

Laut Meeresbiologe Robert Marc Lehmann schwamm der Wal zeitweise durch nur zwei Meter tiefes Wasser. Auf Instagram postete er ein Video der Situation.  © Screenshot: Instagram/robertmarclehmann27. MĂ€rz, 12.21 Uhr: Position des Wals kann nachverfolgt werdenĂber die Seite “Vesselfinder.com” kann die genaue Position der beteiligten Boote und somit auch die ungefĂ€hre Position des Wals nachverfolgt werden.Gegen 12.20 Uhr befand sich die “Fehmarn”, das Schiff der KĂŒstenwache, rund 4,5 Kilometer vom nĂ€chstgelegenen Festland entfernt.

Gegen 12.20 Uhr befand sich die “Fehmarn”, das Schiff der KĂŒstenwache, rund 4,5 Kilometer vom Festland entfernt.  © Screenshot: Vesselfinder.com27. MĂ€rz, 12.04 Uhr: Greenpeace-Aktivisten warnt vor FischernetzenDaniela von Schaper von Greenpeace hat gegenĂŒberTAG24erklĂ€rt, dass die Fischernetze in der LĂŒbecker Bucht zum Problem fĂŒr den Wal werden könnten.Einige Fischer hĂ€tten demnach bereits versucht, ihre Stellnetze einzuholen, aber nicht alle. Mithilfe der Bootskolonne werde nun versucht, das Tier sicher an den Netzen vorbeizuleiten.Das Risiko, dass der Wal sich verfange, sei “schwer abzuschĂ€tzen”, erklĂ€rte die Aktivistin.

Greenpeace-Aktivistin Daniela von Schaper warnt vor dem Risiko, dass sich der Wal in Fischernetzen verfangen könnte.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 11.50 Uhr: ITAW-Expertin klĂ€rt ĂŒber weiteres Vorgehen aufDr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat mitTAG24ĂŒber das weitere Vorgehen gesprochen. Geplant sei demnach, den Wal auf jeden Fall den kompletten Tag zu begleiten.Solange er in die richtige Richtung schwimme, wĂŒrden die Boote reichlich Abstand halten. Sie wĂŒrden erst aktiv, sollte er den Kurs wieder Ă€ndern, so GroĂ.Mit Blick auf die Ereignisse seit Montag sprach die Expertin von “nervenaufreibenden, langen Tagen”. Das Ganze habe auch sie “emotional mitgenommen”.Angesichts des groĂen Medieninteresses betonte GroĂ, dass es wichtig sei, “die Bevölkerung mitzunehmen” und zu zeigen, was passiere. Auch intern wolle man nachbereiten, was gut gelaufen sei und was nicht.

Dr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat mit TAG24 ĂŒber das weitere Vorgehen gesprochen.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 11.15 Uhr: Meeresbiologe spricht von “Harakiri”-AktionMeeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich gegenĂŒberTAG24Ă€uĂerst verĂ€rgert gezeigt.Der YouTuber sprach angesichts der vielen Boote von einer “Harakiri-Aktion”, die den Wal verunsichert habe. Das Tier sei “orientierungslos und panisch”, erklĂ€rte Lehmann.Er widersprach allerdings der Greenpeace-Aktivistin Teichmann, die erklĂ€rt hatte, dass der Wal sehr langsam schwimme und wenig tauche. Er verhalte sich fĂŒr einen Wal, der tagelang gestrandet war, “ganz normal”, so Lehmann. Was nun im weiteren Verlauf passiere, könne er nicht sagen.

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich gegenĂŒber TAG24 Ă€uĂerst verĂ€rgert gezeigt.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 10.52 Uhr: Wal schwimmt langsam und taucht wenigWie Teichmann gegenĂŒberTAG24erklĂ€rte, schwimme der Wal derzeit sehr langsam und tauche wenig.Das liege aber auch daran, dass das Wasser im KĂŒstenbereich eben auch deutlich flacher ist. Im tieferen GewĂ€sser hatte er lĂ€ngere Abtauchphasen, was fĂŒr eine ruhige Atmung spricht.Zu seinem Gesundheitszustand könne man aktuell aber keine gesicherten Angaben machen.Laut Augenzeugen haben sich der Wal und die Boote wieder ein gutes StĂŒck von der KĂŒste entfernt. Demnach seien die beteiligten Boote vom Strand “gerade noch so zu erkennen”.27. MĂ€rz, 10.37 Uhr: Wal schwimmt wieder in die richtige RichtungWas fĂŒr ein Krimi! Laut Augenzeugen schwimmt der Wal nun wieder in die richtige Richtung, vom Strand weg.TAG24 ist in Kontakt mit Greenpeace-Aktivistin Heinke Teichmann, die sich an Bord eines der beteiligten Boote befindet. Sie erklĂ€rt, dass das Tier mithilfe eines “engen Verbands” aus mehreren Booten von der KĂŒste weggefĂŒhrt werden soll.27. MĂ€rz, 10.22 Uhr: Wal nur noch 50 Meter vom Strand entferntLaut Augenzeugen vor Ort ist der Wal nun plötzlich nur noch 50 Meter vom Strand entfernt und schwimmt parallel zum Ufer.Die Boote versuchen alles, um ihn vor einer erneuten Strandung zu bewahren.

Mit mehreren Booten versuchen die EinsatzkrĂ€fte, den Wal vor einer erneuten Strandung zu bewahren.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 10.15 Uhr: Wal plötzlich zurĂŒck in der LĂŒbecker BuchtDas gibt es nicht! Nachdem er fast eine Stunde lang nicht gesichtet worden war, ist der Wal nun wieder in der NĂ€he des Niendorfer Strandes aufgetaucht.Die EinsatzkrĂ€fte sind mit sieben Booten auf dem Wasser, um das Tier vom Strand fernzuhalten und eine erneute Strandung zu verhindern.Nach EinschĂ€tzung von Christin Otto von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd trennen den Wal jetzt nur noch wenige hundert Meter von der Stelle, an der er tagelang gestrandet war.

Plötzlich tauchte der Wal wieder unweit des Niendorfer Strandes auf, wo er tagelang gestrandet war.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 10.06 Uhr: Wal muss auf Heimweg einige Engstellen passierenThilo Maack von Greenpeace wertete den Umstand, dass der Wal seit LĂ€ngerem nicht mehr gesichtet wurde, gegenĂŒber TAG24 als “sehr gutes Zeichen”. Dies spreche dafĂŒr, dass er nicht mehr in NĂ€he des Festlandes sei.Problematisch könne allerdings werden, dass es auf dem Weg durch die Nordsee bis in den Atlantik immer wieder Engstellen gebe – sowohl in deutschen als auch in dĂ€nischen GewĂ€ssern.Buckelwale orientieren sich demnach vor allem auf Sicht und anhand ihrer Erfahrungen. “Er hat noch eine Reise vor sich”, verdeutlichte Maack.27. MĂ€rz, 9.49 Uhr: Wal konnte nicht mit einem Sender versehen werdenWarum wurde der Wal eigentlich nicht mit einem Sender versehen, um seinen Weg in die Freiheit nahtlos nachverfolgen zu können?Die Haut des Tieres habe dies durch ihren schlechten Zustand nicht möglich gemacht, wie Dr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklĂ€rte.27. MĂ€rz, 9.27 Uhr: Wal ist seit lĂ€ngerer Zeit nicht mehr gesichtet wordenDer Wal wurde mittlerweile seit rund 20 Minuten nicht mehr gesichtet. Nun soll eine sogenannte “Long-Range-Drohne” zum Einsatz kommen, die speziell fĂŒr lĂ€ngere Strecken konzipiert ist.TAG24ist mittlerweile nicht mehr an Bord des Greenpeace-Bootes. Da das Tier lĂ€ngere Zeit nicht mehr gesichtet wurde, soll sich der Bootsverband offenbar demnĂ€chst auflösen. Das ist aber noch nicht sicher.27. MĂ€rz, 9.20 Uhr: AufrĂ€umarbeiten am Niendorfer StrandWĂ€hrend der Wal auf dem besten Weg Richtung offenes Meer ist, finden am Niendorfer Strand bereits die AufrĂ€umarbeiten statt.Die Bagger werden fĂŒr ihren Abtransport vorbereitet, die Bojen wurden an Land geholt und die AbsperrzĂ€une abgebaut.

Am Niendorfer Strand finden bereits die AufrĂ€umarbeiten statt.  © NEWS5/Sebastian Peters27. MĂ€rz, 8.49 Uhr: Wal schwimmt der Freiheit entgegenAuf den Booten macht sich Hoffnung breit: Der Wal hat sich mittlerweile ein gutes StĂŒck von der KĂŒste entfernt und ist auf dem besten Weg, die LĂŒbecker Bucht zu verlassen.Die MaĂnahmen der EinsatzkrĂ€fte vor Ort scheinen tatsĂ€chlich FrĂŒchte zu tragen. Das bestĂ€tigte auch Dr. Stephanie GroĂ vom Institut fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) auf dem Festland.27. MĂ€rz, 8.37 Uhr: Wal scheint nicht allzu gestresst zu seinOle Lorenzen, der Skipper des Greenpeace-Bootes, erklĂ€rte gegenĂŒberTAG24, dass der Wal “alle zwei, drei Minuten” auftauche und sich offenbar frei bewege.Sein Kollege Thilo Maack verdeutlichte, dass das minutenlange Tauchen dafĂŒr spreche, dass das Tier ruhig atme und nicht allzu gestresst sei.Ruhig schlafen könne der Greenpeace-Aktivist aber erst, wenn der Wal es zumindest bis in die Nordsee geschafft habe. “Das wird aber eher Tage als Stunden dauern”, so Maack.

Greenpeace-Aktivist Thilo Maack kann laut eigener Aussage erst ruhig schlafen, wenn der Wal es bis in die Nordsee geschafft hat.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 8.25 Uhr: BĂŒrgermeister spricht von “groĂartiger” ArbeitSven Partheil-Böhnke, BĂŒrgermeister von Timmendorfer Strand, hat sich am Strand erleichtert ĂŒber die Befreiung des Wals gezeigt. Er dankte allen Helfern und sprach von einer “groĂartigen” Arbeit.”Nach den schrecklichen Nachrichten der letzten Monate, nach Kriegen und Krisen ist das eine gute Nachricht. Und alleine das ist schon ein Grund, sich zu freuen”, betonte der Politiker.

Sven Partheil-Böhnke, BĂŒrgermeister von Timmendorfer Strand, hat sich am Strand erleichtert ĂŒber die Befreiung des Wals gezeigt.  © Marcus Brandt/dpa27. MĂ€rz, 8.13 Uhr: Boote wollen den Wal vom Strand fernhaltenUm den durch die innere LĂŒbecker Bucht schwimmenden Wal vor einer erneuten Strandung zu bewahren, hat sich nun ein Bootsverband aus fĂŒnf Booten gebildet, die im Abstand von zwei BootslĂ€ngen hintereinander herfahren.Das Ziel ist es, immer zwischen Strand und Wal zu bleiben, um das Tier mithilfe der MotorengerĂ€usche vom Strand fernzuhalten.An Bord der Boote sind auch zwei Meeresbiologen, darunter Robert Marc Lehmann.

TAG24 ist an Bord eines Greenpeace-Bootes, das sich an der Rettungsmission beteiligt.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 7.55 Uhr: Wal wird von Schiff der KĂŒstenwache begleitetTAG24befindet sich vor Ort auf einem Boot von Greenpeace, das sich an der Rettungsmission beteiligt.Der Wal wird wĂ€hrenddessen eng von einem Schiff der KĂŒstenwache begleitet.

Der Wal ist im offenen Meer unterwegs. Findet er den langen Weg zurĂŒck in den Atlantik?  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 7.47 Uhr: Wal befindet sich wieder vor der Niendorfer KĂŒsteWie Christin Otto von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gegenĂŒberTAG24erklĂ€rte, sei der Wal nun erneut vor Niendorf gesichtet worden. “Ich habe ihn selbst gesehen”, so Otto.Das Ziel sei nun, dem Tier mithilfe von zahlreichen Booten den richtigen Kurs zu zeigen. Otto sprach von einer “dynamischen Situation”.Die Wahrscheinlichkeit, dass der Wal es tatsĂ€chlich zurĂŒck in den Atlantik schaffe, stufte allerdings auch die Expertin als “sehr gering” ein – auch, weil das Tier sich bereits in den vergangenen Wochen immer im Gebiet unweit der KĂŒste aufgehalten habe. Trotzdem gebe es eine kleine Chance.

Mithilfe von zahlreichen Booten wollen die EinsatzkrĂ€fte vor Ort dem Wal in Richtung Freiheit verhelfen.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 7.36 Uhr: Experte macht sich Sorgen ĂŒber Zustand des WalsSollte der Wal tatsĂ€chlich vor Scharbeutz gesichtet worden sein, sei das ein gutes Zeichen, erklĂ€rte Lehmann. Das Tier sei auf dem richtigen Weg.Sorgen mache ihm allerdings die Gesundheit des Kolosses. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser den Weg zurĂŒck in den Atlantik finde, werde aufgrund seines Zustands gemindert.

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann bestĂ€tigte vor Ort, dass sich der Wal freigeschwommen hat.  © TAG24/Tobias Bruns27. MĂ€rz, 7.26 Uhr: Meeresbiologe bestĂ€tigt Befreiung des WalsWie Meeresbiologe Robert Marc Lehmann vor Ort bestĂ€tigte, hat sich der Wal in der Nacht freigeschwommen.Man mĂŒsse nun schauen, ob er irgendwo gesichtet werde. Er selbst hoffe, dass das nicht passiere, das sei eigentlich das beste Szenario, so der YouTuber.




